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M22 Kompressionsdruck
23.08.2016, 21:19
Beitrag: #1
M22 Kompressionsdruck
Hallo M22-Fahrer und -Schrauber,

des öfteren liest man hier im Forum, dass man bei Leistungsverlust mal die Kompression messen sollte. Dies wollte ich nun mal tun, nur habe ich keine genaue Angabe zu einem Kompressionsdruck gefunden.
Hat da mal jemand einen Wert für mich? Laut Betriebsanleitung des M22 beträgt das Verdichtungsverhältnis 20:1.
Das kann ich ja nun nicht 1 zu 1 als Druckverhältnis übernehmen, da ja noch zusätzlich die Temperatur ansteigt und somit auch der Druck.
Sollte also mehr als 20 bar sein?! Berechnet habe ich 66 bar, was mir jedoch ziemlich hoch vorkommt.
Kann mir die M22 Gemeinde weiterhelfen?
Grüße, Maure.

M22 Restaurationsprojekt

"Traktorrestauration"
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23.08.2016, 22:41
Beitrag: #2
RE: M22 Kompressionsdruck
Hallo Maure,

ich kann dir leider auch keine ganauen Zahlen nennen, obwohl ich auch einen M22 habe.
Aber ich kann dir schon mal sagen das es wichtig ist, das beide Zylinder relativ gleich sind und du wirst schätzungsweise nicht großartig über 20bar kommen. Es ist bei vielen Motoren auch ein großer Unterschied ob man im warmen oder im kalten Zustand misst.

Gruß Marcus
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24.08.2016, 11:11
Beitrag: #3
RE: M22 Kompressionsdruck
(23.08.2016 21:19)Maure schrieb:  Berechnet habe ich 66 bar, was mir jedoch ziemlich hoch vorkommt.

Hallo Maure,

Deine Rechnung ist erst mal nicht falsch aber Wink... das ist nur Theorie.
Die Berechnung bezieht sich auf eine absolut gasdichte Zylinder-Kolben-Kombination. Sie stimmt nur bei "reiner Luft" und vernachlässigt auch völlig die Temperaturdifferenzen durch Wärmeabgabe. Bei dieser Rechnung hat dann auch die Drehzahl keinen Einfluss mehr auf die Kompression.
Die Praxis sieht anders aus:
1. Du wirst konstruktionsbedingt einen so dichten Motor nicht finden
2. durch die Wärmeabgabe an Kolben, Zylinderwand und Umgebung ändert sich der Kompressionsdruck gegenüber Deiner Rechnung
3. aufgrund von Pkt.1+2 ist der Kompressionsdruck in der Praxis drehzahlabhängig
4. konstruktionsbedingt verändert sich die Kompression mit der Motortemperatur

Kurz und gut wirst Du im laufenden Betrieb (warm und erhöhte Drehzahl) etwa 40+x bar erreichen.
Bei Anlassdrehzahl wirst Du wohl so zwischen 20 und 30bar liegen. Was für Deinen Motor ein guter Wert ist, weiß ich jetzt im Moment nicht.
Der M25-Motor ist bei Anlassdrehzahl und 20°C Öltemperatur mit 35bar angegeben -im Neuzustand natürlich Wink.

MfG Mario

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27.08.2016, 00:11
Beitrag: #4
RE: M22 Kompressionsdruck
Hallo
Er sollte kalt bei Anlasserdrehzahl so um die 22 bar bringen, das ist das selbe wie beim 1KVD8.

Gruß Robert
Was nicht passt, wird passend gemacht
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08.12.2016, 16:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.12.2016 16:39 von Maure.)
Beitrag: #5
RE: M22 Kompressionsdruck
Halli hallo,
nach langer Zeit bin ich nun doch noch dazu gekommen, die Kompressionsdrücke beim M22 zu messen und auf Video festzuhalten.
Die Glühkerzen wurden vorher beide entfernt!
Umgebungstemperatur = Öltemperatur = 8 °C
Bei beiden Zylindern ergibt sich ein Druck von um die 18 bar. Nun war das Manometer nicht das teuerste und mein Messgerät selbstgebaut + niedrige Temperaturen.
Ich denke die Werte sind an der unteren akzeptablen Grenze, auf jeden Fall sind sie etwa gleich.
Hier das Video dazu (Qualität ist nicht überragend):


Was meint ihr? Kann man damit leben?

M22 Restaurationsprojekt

"Traktorrestauration"
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08.12.2016, 18:50
Beitrag: #6
RE: M22 Kompressionsdruck
Hallo Maure,

so wie Du misst, misst du Mist. Vor das Manometer gehört ein Rückschlagventil. Bei meinem "Profigerät" ist dort ein stinknormales Reifenventil drin. Dann kannst Du genau beurteilen wieviel Druck die Zylinder aufbauen. Mit deiner Methode gibt es viel zu viele Messfehler.

VG Thomas

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09.12.2016, 17:43
Beitrag: #7
RE: M22 Kompressionsdruck
Hallo Maure (Tommy) richtig ? Sad

Thomas hat recht, aber ich möchte es mal etwas relativieren Wink.

Du misst nicht Mist, sondern kannst schlecht ablesen. Das siehst Du an Deinem Video: "ja er ging auf 20 hoch...zwischen 19 und 20 lag der höchste Wert".

Ein Rückschlagventil sorgt dafür, dass das Manometer an der höchsten Stelle stehen bleibt. Ein "normales" Manometer ist auch nicht dafür ausgelegt, dass es ständig im Sekundentakt zwischen 0 und max. pulsiert. Dafür sind glycerin -oder ölgefüllte Manometer besser geeignet.

Wichtig ist: Du musst für jeden Zylinder einheitliche Prüfbedingungen schaffen! Es macht keinen Sinn, Zylinder 1 nach 5 Sec. und Zylinder 2 nach 20 Sec. abzulesen. Deshalb auch das Rückschlagventil.
Drehzahl, Temperatur und Dauer (ca. 10 Sec.) müssen einheitlich sein, um vergleichbare Werte zu erzielen.
Viele Motoren-Hersteller gehen bei ihren Angaben von Anlassdrehzahl, 10 Sec. und 20°C (Motor+Öl-Temp.) aus. Die Kompression wird konstruktionsbedingt mit zunehmender Motor -und Öltemperatur eher besser. Auch kann eine schwache Batterie und damit unterschiedliche Drehzahlen Deine Messung sehr stark beeinflussen.

Kurz und gut, auch wenn Deine Messung nicht sehr aussagekräftig ist, ist sie doch zwischen den Zylindern recht gleichmäßig. Das bedeutet "normaler, gleichmäßiger" Verschleiß.
Ich gehe davon aus, dass die 18 bar aufgrund der Temperatur und der "schlechten" Drehzahl noch nicht das Ende sind.
Ich hätte jetzt so, wie´s ist erst mal keine Bauchschmerzen, aber das ist eine Einschätzung aus der Ferne Wink.

MfG Mario

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09.12.2016, 20:57
Beitrag: #8
RE: M22 Kompressionsdruck
Hallo Mario!

Leider muss ich Dir da ganz dolle widersprechen.Dodgy
"Prüfen" und "Messen" sind zwar nicht ganz von einander zu trennen, sind aber "Zwei Paar verschiedene Schuhe".was aber "Maure" hier gemacht hat, ...
Er hat mit seiner Aktion sicherlich festgestellt, dass beide Zylinder, in etwa, so ungefähr, vlt. auch wirklich , ...
einen Verschleiß anzeigen, mit der Man(n) leben sollte.

Kann ich so nicht nachvollziehen! Entweder "messe" ich den Kompressionsdruck, und dann steht da auf dem Messgerät eine Zahl mit der ich arbeiten kann, oder muss halt sagen: "Doofer Motor"!
Die Aufbauten eines Manometers sind ja wohl bekannt und wenn der Zeiger freien Lauf bis zu 22bar hat, schnippt er auch dahin.
Nun wissen wir aber immer noch nicht: Hat der Motor tatsächlich jetzt auf beiden Zylindern gleichmäßig: ...

20bar und er sollte laufen?, ...
oder durch die Druckspitzen nur: effektiv ~4bar, ...
Dann ist es halt ein haltloses Unterfangen.

Sind so meine Gedanken und freue mich auf eine schnelle Auflösung des "Problems" !

VG Thomas

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09.12.2016, 21:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.12.2016 21:41 von Niki2510.)
Beitrag: #9
RE: M22 Kompressionsdruck
(09.12.2016 20:57)M24-Tomm schrieb:  Die Aufbauten eines Manometers sind ja wohl bekannt und wenn der Zeiger freien Lauf bis zu 22bar hat, schnippt er auch dahin...

Hallo Thomas!

Dies änderst Du auch nicht durch ein Rückschlagventil, allenfalls durch ein anderes Manometer, wie ich bereits beschrieben hatte.

Des weiteren hatte ich Dir bereits Recht gegeben, aaaber nicht jeder hat die Möglichkeit "professionell" zu messen, denn dann würde ich aufzeichnen und mich nicht auf einen Zeiger verlassen. Du kennst diese Möglichkeiten sicher! Auch Deinem "professionellen" Gerät mit dem Reifenventil unterstelle ich eher eine Prüfung als eine Messung Wink.

Nichts für ungut! Ich weiß, was Du sagen willst und weiß bestimmt auch, worum`s hier geht, aber ich gehe auch nicht davon aus, dass hier jeder Profi ist bzw. professionelle Technik zur Hand hat.

VG Mario

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13.12.2016, 16:52
Beitrag: #10
RE: M22 Kompressionsdruck
Hey Leute, ja Tommy stimmt Wink
Also ich möchte nicht sagen, dass meine Prüfung/Messung sehr aussagefähig ist.
Ich wollte mir halt kein Gerät für 70+ € kaufen und nur einmal benutzen. Daher ein Manometer für 11 € und ne alte Glühkerze.
Aber ihr habt schon Recht, da spielen so viele Faktoren mit rein, Umgebungs-, Öltemperatur, Ladezustand der Batterie, Anlassdauer etc.
Ich habe mir auch keine supergenaue Messung vorgestellt, sondern wollte in erster Linie sehen, ob Drücke an die 20 bar überhaupt möglich sind und zwar auf beiden Zylindern. Ich denke einen starken Druckabfall durch falsches Ventilspiel oder defekte Kolbenringe hätte man auch mit meiner Methode gesehen?!
Ich hätte das Ganze auch lieber im Sommer mit einem Profigerät durchgeführt, aber das sollte auch nicht unmöglich sein.
Zu den Druckspitzen: Auch wenn ich mit einem eingebauten Rückschlagventil messe, bekomme ich am Ende doch auch nur den Höchstwert auf dem Manometer zu sehen, und nicht den Verlauf des Druckes über die gesamte Anlassdauer. Somit kann ich den Effektivdruck auch mit nem Profigerät nicht wirklich beurteilen, oder habe ich da nen Denkfehler?

M22 Restaurationsprojekt

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